Landrat forciert Elektromobilitätsregion Landkreis Kelheim KEH-MOBIL
Optimistisch zeigte sich Landrat Dr. Hubert Faltermeier, als er kürzlich im Landratsamt die Teilnehmer einer Gesprächsrunde zum Thema Elektromobilitätsregion Landkreis Kelheim mit dem Arbeitstitel KEH-MOBIL begrüßen konnte.
Der Landkreis Kelheim habe sich, so der Landrat einführend bei seiner Begrüßung der Teilnehmer, im Rahmen der kürzlich von der Bayerischen Staatsregierung ins Leben gerufenen „Zukunftsoffensive Elektromobilität“ sowohl bei Ministerpräsident Seehofer als auch beim bayerischen Wirtschaftsminister Zeil als Modellregion für den Aufbau eines Elektromobilitätsstandorts beworben. Zielsetzung des Gesprächs sei es, den Wissensstand zum Thema Elektromobilität zu verbreitern und zu vertiefen und insbesondere natürlich intensiv über die Eignung des Landkreises Kelheim als Modellregion zu diskutieren und nach Möglichkeit möglichst frühzeitig die notwendigen Weichenstellungen vorzunehmen. Die Zusammensetzung der Gesprächsrunde gewährleiste die notwendige fachliche Kompetenz, die für eine fruchtbare Diskussion über eine nachhaltig angelegte Entwicklung des Landkreises als Elektromobilitätsregion unabdingbar sei.
Besonders erfreut zeigte sich hier der Landrat, dass Vertreter so namhafter Unternehmen wie E.ON, Audi und Siemens seiner Einladung gefolgt waren: aber auch die Beteiligung von Vertretern ortsnaher Versorger, wie der Stadtwerke Kelheim und Neustadt an der Donau und der Gemeinden im Landkreis, die vom Kreisvorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags, dem Rohrer Bürgermeister Karl Gorbunov vertreten waren, sei im Sinne einer breiten regionalen Akzeptanz der Thematik von besonderer Wichtigkeit.
Als Vertreter der regionalen Wirtschaft war weiter der Vorsitzende des Industrie- und Handelsgremiums Kelheim und Werkleiter des in Neustadt an der Donau ansässigen Autozulieferers Johnson Controls, Wolfgang Engelhardt, gekommen.
Ergänzt wurde die Runde durch Mitarbeiter aus dem Landratsamt, in deren jeweiligen Geschäftsbereichen die weitere Entwicklung des Landkreises als Modellregion für Elektromobilität forciert werden soll, nämlich Katharine Zepf (Regionalmanagement), Otto Pilz (Wirtschaftsförderung) und Klaus Blümlhuber (Leiter der ARGE Regionalentwicklung).
Regionalmanagerin Katharine Zepf präsentierte der Runde den Landkreis Kelheim mit zahlreichen Facetten und gerade mit Blick auf die bisherige Regionalentwicklung als besonders geeignet für die Entwicklung zur Modellregion Elektromobilität.
Der Landkreis Kelheim sei aufgrund seiner Lage inmitten der Automobilzentren München, Regensburg, Ingolstadt, geprägt von einem besonders hohen Anteil an Pendlern, die sowohl in der Automobilindustrie, überwiegend in den umliegenden Produktionsstandorten der Premiummarken Audi und BMW, aber auch bei den zahlreichen Automobilzulieferern im Landkreis selbst, beschäftigt seien. Trotzdem aber habe sich der Landkreis in weiten Teilen seine ländliche Struktur bewahrt, was ihm eine besondere Stellung unter den Modellregionen für Elektromobilität, die bislang alle in Metropolregionen liegen, sichern würde.
Im weiteren Verlauf erfolgte ein intensiver Gedankenaustausch aller Beteiligten über Chancen und Möglichkeiten, aber auch über besondere Problemstellungen bei der weiteren Entwicklung der Elektromobilität im allgemeinen und besonders im Landkreis Kelheim, so beispielsweise zur notwendigen Infrastruktur (Ladestellen), Kosten-Nutzen-Analyse, Akzeptanz, Entwicklung des Individualverkehrs in Ballungsräumen und in ländlichen Gegenden, Materialentwicklung (Leichtbau, Batterien usw.), Einsatzmöglichkeiten auf touristischem Sektor u.v.m.
Auch wenn heute die weitere Entwicklung der Elektromobilität nur schwerlich und mit gewissen Unwägbarkeiten zu prognostizieren sei, so bestand doch Einigkeit unter den Teilnehmern, dass hier ein großes Entwicklungspotential vorhanden sei und dass gerade die Vielschichtigkeit der Strukturen des Landkreises Kelheim, die Nähe zu großen Automobilproduktionsstandorten und die im Landkreis ansässigen Zulieferbetriebe in der Zukunft vielfältige Chancen für die Weiterentwicklung der Elektromobilität eröffnen können.
Erfreut zeigte sich Landrat Dr. Faltermeier in seinem abschließenden Resümee über die von allen Teilnehmern der Gesprächsrunde zum Ausdruck gebrachte Bereitschaft, die weitere Entwicklung der Thematik mit großer Aufmerksamkeit zu verfolgen und zur weiteren Beteiligung und Begleitung der Bemühungen des Landkreises um die Entwicklung zu einer Modellregion Elektromobilität bereit zu sein.
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